Samstag, 24. Januar 2015

Ich lebe noch

Ruhig ist es hier, aber ich lebe noch. Nur zum Bloggen komme ich einfach nicht. Stattdessen bremse ich mich selbst aus. Je mehr ich denke: "Ich müsste mal wieder bloggen!", desto weniger Lust habe ich dazu, ja, ich bekomme geradezu eine Schreibblockade. Und da das Bloggen für mich Freude und Entspannung sein soll, nehme ich jetzt mal den Druck für mich raus.






















Ab sofort erscheinen alle Artikel an den Tagen, an denen ich Zeit habe, ungeplant und weiterhin aus voller Lust am Schreiben, morgens, abends und sogar nachts. Es wird lange und kurze Artikel geben, manchmal vielleicht auch nur einige Gedanken, die mich gerade beschäftigen. Dafür höre/lese ich jetzt einfach weg, wenn irgendwer erklärt, wie (oft) man bloggen muss, um erfolgreich zu sein.

Ich freue mich über jeden Leser und bin hin und weg von jedem Kommentar. Echt jetzt, das macht mir große Freude. Aber ich will nicht schreiben, um Leser zu haben. In der guten Kinderstube soll es schließlich fröhlich und gemütlich bleiben.

Solltet ihr tatsächlich Angst haben, einen Artikel zu verpassen, dann dürft ihr gerne Fan meiner Facebook-Seite werden oder mir über Blogger folgen oder meinen RSS-Feed über einen Anbieter eurer Wahl (wie z. B. Feedly) abonnieren.

Eure Julia aus der guten Kinderstube





Sonntag, 18. Januar 2015

Wochenende in Bildern 17./18. Januar 2015

Am Samstag durfte ich ausschlafen, während unten das Frühstück gezaubert wurde. Dann wurde ich von meiner Tochter aus dem Bett gekitzelt.



































Danach musste Wäsche zusammengelegt und eingeräumt werden.



































Da mein Mann für eine Woche in der Schweiz arbeiten muss, half das Tochterkind beim Packen.



































Zwischendurch wurden alle Utensilien des Kulturbeutel genau unter die Lupe genommen und manches auch ausprobiert.



































Nachmittags machten Mann und Kind eine kleine Radtour zu den Schafen, den Baustellen und landeten schließlich in einem Café. Da sie kein Geld dabei hatten, musste ich zur Kuchenhungerrettung eilen.



































Während wir drinnen saßen, kam sogar etwas die Sonne raus.



































Bevor wir gehen konnten, wollte meine Tochter noch gestillt werden. Mit einem stillfreundlichen Oberteil fällt das kaum auf, finde ich.



































Bei einem Treffen mit Freunden und Bekannten besprachen wir die Möglichkeit einer Foodcoop. 



































Am Sonntag musste mein Mann sehr früh morgens in Richtung Schweiz aufbrechen. Wir schliefen gewohnt lange, kuschelten, lasen und spielten noch etwas. Lego ist derzeit sehr angesagt.



































Da wir die Zeit etwas aus den Augen verloren hatten, machten wir uns erst gegen halb elf auf den Weg zum Bäcker. Es gab ein schnelles Frühstück mit viel Obst und später dann endlich auch Kaffee für mich.



































Eine Freundin meiner Tochter kam mit ihrem Papa zum Baden vorbei, da sie keine Badewanne haben. Da hatte ich beim Kaffee auch gleich nette Gesellschaft. Gegen Mittag kamen auch meine Eltern noch dazu. Ich bekam wunderschöne Blumen.



































Die gute Nonna durfte Kaufladen spielen und ein Buch nach dem anderen vorlesen.



































Als wir gemeinsam gekocht und gegessen hatten, war es bereits dunkel draußen. Trotzdem gingen wir - wie eigentlich jeden Tag - noch mal raus, um frische Luft zu schnappen. Wir spielten Ball und verschönerten unseren Hof.



































Nachdem meine Eltern wieder gegangen waren, spielten wir noch im Kinderzimmer. So sieht das dann vor dem abendlichen Aufräumen aus: Chaos in der guten Kinderstube.



































Jetzt schläft mein liebes Kind und ich werde noch etwas lesen. Schaut euch doch auch die Wochenenden in Bildern von anderen Familien an. Ihr findet sie bei geborgen-wachsen.de.

Eure Julia aus der guten Kinderstube



Sonntag, 11. Januar 2015

Wochenende in Bildern 10./11. Januar 2015

Am Samstag erwachte ich mit einem ziemlich dicken Knöchel. Am Vortag war ich umgeknickt, aber einfach gehofft, dass es über Nacht besser wird. Leider war das nicht der Fall. Mein Mann musste den ganzen Tag arbeiten und war schon unterwegs. Brötchen hatte er uns aber schon besorgt. Also machte ich meiner Tochter und mir erst einmal ein kleines Frühstück.






















Danach rief ich gute Freunde an, da meine Mutter selbst mit Grippe das Bett hüten musste. Sehr gute Freunde, wie sich herausstellte, denn sie sagten mir sofort Unterstützung zu. So sah übrigens mein Knöchel aus.






















Es half alles nichts, da musste jemand drauf gucken. Ein guter Freund holte uns wenig später ab und fuhr uns zum Krankenhaus.






















Während ich in der chirurgisch-orthopädischen Aufnahme saß, wurde meine Tochter draußen bespaßt. So musste sie nicht mal mit ins Krankenhaus rein. Nach der Untersuchung durch den Arzt ging es für mich weiter zum Röntgen.






















Ein Vorteil des kleinstädtischen Krankenhauses sind die kurzen Wartezeiten am Wochenende. Auf dem Röntgenbild war kein Bruch zu sehen. Puh, was war ich froh. Verband, raushumpeln und ab nach Hause. Ausnahmsweise machte meine Tochter mal wieder einen Mittagsschlaf. Die ganze Aufregung war eben viel für sie. Später lasen wir uns spielten ein wenig mit der Maus.

















Gerade als die Stimmung zu kippen drohte, kamen unsere Freunde und brachten auch gleich essen mit. Nicht nur hatten wir Unterhaltung und Beistand, wir wurden sogar bekocht, während ich meinen Fuß schonte. Toll, nicht?!!






















Müde fiel meine Tochter ins Bett noch bevor mein Mann nach Hause kam. Am nächsten Morgen kam uns Tochterkinds Patentante besuchen. Da ich keinen Wochenendeinkauf gemacht hatte, suchten wir alle Reste zusammen. Erstaunlich, wie viel da zusammen kommt.






















Tochterkind und Patentante lasen...






















...und spielten im Kaufladen.























Danach entsorgten mein Mann und meine Tochter endlich unseren Weihnachtsbaum. Knut! Gemeinsam zersägten sie ihn und zogen die Äste mit einem Seil auf unsere Terrasse im ersten Stock, da sie als Grünschnitt in unseren Hochbeeten eingesetzt werden sollen. So konnten sie auch gleich das schöne Wetter genießen.






















Wie oft am Wochenende wollte meine Tochter gerne backen.






















Da keine Eier und keine Milch im Haus waren, wurde mit Hafermilch improvisiert und heraus kamen diese wunderschönen, leckeren Muffins. Mit der richtigen Schokolade wären sie sogar vegan. Beim nächsten Mal dann.























Zum Abschluss des Wochenendes gab es Pizza und Gemüsereste. Morgen muss dringend eingekauft werden!


























Mein Fazit: Schön, wenn man Freunde hat, die einen so unterstützen! Und erstaunlich wie schnell der Körper regeneriert. Ich kann nämlich schon jetzt wieder ganz gut laufen und bin für morgen sehr zuversichtlich.

Weiter Wochenenden in Bildern findet ihr bei geborgen-wachsen.de. Und wie war es bei euch?

Eure Julia aus der guten Kinderstube



Donnerstag, 8. Januar 2015

Bedürfnisorientiertes Familienleben: neunter Teil

Schief gewickelt


Wir haben unsere Tochter von Anfang an mit Einmalwindeln gewickelt. Auch bei diesem Thema hatte ich das "Normale" vorher gar nicht in Frage gestellt. Genauso wie man ein Gitterbett in ein Kinderzimmer stellt und einen Kinderwagen kauft, so braucht man doch auch Windeln. Klar, das sehe ich mittlerweile ganz anders, aber bis heute habe ich keine Erfahrungen mit Stoffwindeln.

Meine Eltern waren so großzügig uns immer Windeln mitzubringen, wenn sie zu Besuch kamen. Ein tolles Geschenk, muss ich sagen. Vor allem da ich weiß, dass meine Mutter uns in Stoff wickeln musste, weil sie sich die modernen Windeln nicht leisten konnte. Wir wickelten also und hatten damit augenscheinlich auch keine Probleme. Tochterkind war nie wirklich wund, jede Rötung konnte mit Heilwolle abgefangen werden und eine Windel hielt im Prinzip die ganze Nacht trocken, wenn kein (wir nennen es) Puh darin landete. Diese sprengten die Windeln schon regelmäßig.

Allerdings hatte unsere Tochter für ganze sechs Monate Bauchbeschwerden. Sie krümmte sich und schrie, ich massierte, sie pupste, Ruhe. Dann ging es von vorn los. Ich versuchte alle Nahrungsmittel zu vermeiden, die blähend sein könnten, wir stiegen von Vitamin D-Tabletten auf Tropfen um und ich stillte "bergauf". Nach jeden Stillen achtete ich penibel auf das Bäuerchen doch alles half nicht. Also gaben wir ihr auf Anraten des Kinderarztes vor jedem Stillen ein entblähendes Mittel und abends ein halbes Kümmelzäpfchen. Zum Glück war damit alles gut und sie musste nicht mehr leiden. In den sechst Monaten versuchten wir viermal diese Mittel abzusetzen und hatten dreimal sofort wieder die gleichen Symptome. Erst beim letzten Mal war es besser.

Was trotz aller Mittel blieb, war der Umstand, dass sie für ihr großes Geschäft immer sehr lange brauchte und es fast ausschließlich in einer gehockten Position machte. Schon beim zweiten Besuch meiner Hebamme erkannte ich an ihrem Gesicht, dass sie einen Puh machen musste. Meine Hebamme lachte und meinte, ich könne ja glatt so eine Windelfrei-Mama werden, wenn ich das so gut erkenne. Leider dachte ich damals nicht weiter darüber nach.

Rückblickend frage ich mich, ob meine Tochter Probleme hatte, weil sie nicht in die Hose machen wollte? War ihr Drang, das Nest nicht zu beschmutzen einfach so groß? Viele Nächte musste ich mit ihr aufstehen, weil es im Bett einfach nicht ging. Hatte sie auch die Blähungen aus diesem Grund? War es nicht (nur) mein starker Milchspendereflex und ihr gieriges Trinken? Ich werde es nie wissen, aber ganz sicher würde ich es bei einem nächsten Kind anders machen.

Infos zu Stoffwindeln z. B.  unter http://www.stoffwindelexperten.de/stoffwindelprofis/
(Stoffwindelexperten, ehemals Stoffwindelschule Einfach Eltern)
Denn auch wenn es nicht mein erstes Anliegen war: Jede Windel zählt! 

Mittlerweile ist meine Tochter seit Mitte letzten Jahres ein windelfreies, meist trockenes Kind. Sie interessierte sich mit 16 Monaten zum ersten Mal für die Toilette und machte wenig später bei Freunden begeistert ins Töpfchen. Mit 21 Monaten wollte sie einfach keine Windel mehr. Sie kämpfte richtig gegen uns beim Wickeln bis ich sie nach einiger Zeit fragte: "Willst Du keine Windel anziehen?" Sie bejahte und wir ließen uns darauf ein. Erst waren wir noch unsicher bei Autofahrten und während des Mittagsschlafs. Aber schon nach kürzester Zeit merkten wir, dass es gut funktionierte. Für die Nächte kauften wir ihr eine Wollhose mit einknöpfbarer Einlage, die aber ehrlich gesagt nicht viel bringt. Mein Tochterkind machte nur ein einziges Mal nachts Pipi und da lag sie komplett im Nassen. Immerhin hält sie warm, wenn sie sie denn überhaupt anziehen will.

Klar, gibt es ab und an nasse Hosen - bei Ablenkung, Stress oder Krankheit - aber insgesamt kommen wir ohne Windeln sehr gut zurecht. Ich bin wirklich froh, dass ich auch in diesem Bereich gelernt habe, auf meine Intuition zu hören und besser mit meinem Kind zu kommunizieren. Sollte ich das Glück haben, noch ein Kind zu bekommen, würde ich von Anfang an versuchen, mehr auf mein Gefühl zu hören. Vielleicht kommt dabei dann sogar windelfrei heraus?

Eure Julia aus der guten Kinderstube







Dienstag, 6. Januar 2015

"Nein, will keine Hose!"

Viele Eltern verfluchen den Winter. Denn Winter heißt, Unmengen an Sachen anziehen. Schichten über Schichten Klamotten, Stulpen, Handschuhe, Mützen - all das will täglich mehrmals an das Kind gebracht werden. Schon beim Gedanken daran wird uns Eltern heißer als beim Aufguss in der Sauna. Die dort übliche Entspannung bleibt jedoch aus.

"Ja und?", mag da manch Kinderloser sagen. "Klar, ist etwas mehr Arbeit, aber dann fängt man halt fünf Minuten früher an." HA! Von wegen. Es ist für viele Eltern wesentlich wahrscheinlicher, dass ihre Kleinkinder nackt in den Schnee hüpfen als dass sie in fünf Minuten auch nur eine Jacke angezogen bekommen. Denn aus irgendeinem Grund, der sich mir noch nicht in voller Gänze erschlossen hat, hassen viele Kinder Kleidung!

Schlafsack aus, Papas Schlafanzughose an. Das muss doch reichen, oder?
Jetzt muss man wissen, dass ich mit Kälte eher locker umgehe. Kälte selbst macht nicht krank, dazu braucht es Viren und ein gemindertes Immunsystem. Zu warm angezogen zu sein ist sogar tatsächlich gefährlicher, da es durch das Schwitzen und die entstehende Verdunstungskälte viel schneller und nachhaltiger zum Frieren kommt. Ich selbst bin ein Backofen, Barfußläuferin und schlafe auch im Winter gern bei offenem Fenster. Und ja, da hat unser Schlafzimmer derzeit nur acht Grad. Ich bin aber überzeugt, dass frische Luft im Winter als Gegengewicht zu trockenen, geheizten Räumen wichtiger ist, als Socken in Fellschuhen.

Trotzdem gibt es auch bei uns Situationen, in denen ich will, dass mein Tochterkind etwas anzieht, sie selbst aber so überhaupt nicht davon zu überzeugen ist. Gerade wenn sie bereits gesundheitlich angeschlagen und äußerlich schon recht kühl ist, will ich aber nicht kampflos aufgeben. Wie also kann man diese Aufgabe bewältigen?

Hier zehn nicht ganz ernst gemeinte Tricks:


Trick 1 - Anschleichen:
Wer die Worte "Hose" oder "anziehen" nur in den Mund nimmt, hat bereits verloren. Locken Sie das Kind mit einem Buch oder einem Spielzeug, so dass es sich in Sicherheit wiegt. Machen Sie es nicht durch zu hektische Bewegungen misstrauisch .

Trick 2 - Vorbereitet sein:
Suchen Sie alle Anziehsachen, die Sie verwenden wollen, zusammen. Einmal angefangen sollte der Anziehvorgang niemals zum Suchen einer Socke oder eines Schuhs unterbrochen werden. Haben Sie einmal ein kooperierendes Kind vor sich, ziehen Sie sanft aber schnell alle Teile nacheinander an.

Trick 3 - Weglaufschutz
Setzen Sie Ihr Kind auf einen Tisch. So haben Sie eine angenehmere Arbeitshöhe und gleichzeitig ist die Gefahr, dass das Kind sich wegrollt oder davon schleicht, während Sie kurz nach dem Schuh angeln, geringer.

Trick 4 - Musik
Machen Sie die Lieblingsmusik ihres Kindes an und singen und tanzen Sie laut mit. Stimmen Sie Ihre Bewegungen mit denen des Kindes ab, so dass Sie wie im Flow, die engen Strumpfhosen über die tanzenden Füßchen stülpen und sie dann im Takt groovend hochziehen können. Denken Sie daran: Alles fließt! Und lächeln Sie!

Trick 5 - First things first
Denken Sie möglichst vorher daran, das Kind zu wickeln bzw. mit ihm zur Toilette zu gehen. Denn das Waterloo aller Eltern sind die Worte des fertig angezogenen Kindes: "Mama, ich muss Pipi!"

Trick 6 - Pannen locker nehmen
Sollte Ihr Kind in einem Moment der Unaufmerksamkeit die Socken wieder ausgezogen haben, während Sie lachend und singend die Mütze über den Kopf getanzt haben: Atmen Sie tief durch! Der Krieg wird nicht mit einer Socke verloren!

Trick 7 - Köder
Sollte Ihr Kind sich weigern, den Kopf durch das Halsloch zu stecken, ziehen Sie ein Bonbon an einer Schnur durch den Pullover. Das Kind wird dem Köder folgen. Schwupps! Erledigt.

Trick 8 - Kältekammer
Kühlen Sie Ihr komplettes Haus auf Außentemperatur ab. So müssen Sie Ihr Kind nur sehr selten aus- und wieder anziehen. Dies empfiehlt sich besonders bei Windelträgern!

Trick 9 - Lassen Sie sich trösten
Sollten alle Versuche Ihr Kind ausgehfertig zu machen scheitern, lassen Sie sich ruhig von ihm trösten, so wie ich heute. "Ach mein Schätzchen. Komm mal her!" aus dem Mund meiner Tochter entschädigen mich nämlich für sehr sehr viel.

Trick 10 - Echt jetzt!
Lachen Sie über die oben genannten Tricks und am besten auch gleich über die ganze Situation. Fakt ist, es ist anstrengend und wird noch eine Weile anstrengend bleiben. Es erfriert aber auch kein Kind, wenn es bestimmte Kleidung erst draußen anzieht, wo es spüren kann, dass es kalt ist. Ein kleiner Trost: Es geht vorbei. Und mit einer großen Portion Humor, geht es vielleicht besser.

Eure Julia aus der guten Kinderstube







Sonntag, 4. Januar 2015

Wochenende in Bildern 3./4. Januar 2015

Unser letztes Urlaubswochenende geht dem Ende zu. Ab morgen hat uns der Alltag wieder und das Jahr 2015 startet so richtig. Da wir alle gesundheitlich etwas angeschlagen sind, war es gestern und heute bei uns eher ruhig und gemütlich.

Mein persönliches Wochenende begann bereits am Freitag mit diesem wunderschönen Cappuccino bei Freunden.






















Am Samstag starteten wir wie so oft kuschelnd und lesend in den Tag.

















Nach dem Frühstück wurde Zwiebelsaft hergestellt, um unserer Erkältung zu trotzen. Schon nach kurzer Zeit im Kühlschrank sah er so aus. 






















Danach gingen meine zwei Liebsten los, um bei der Apotheke einen Pariboy zu besorgen. Ihr seht, wir kämpfen mit allen Waffen. Mein Schal ist übrigens das Tragetuch für die Puppe. Vielleicht nähe ich mal eine Tragehilfe? 






















Mittags gab es ein Picknick im Wohnzimmer.























Danach spielte das Tochterkind ausgiebig.






















Derzeit hitverdächtig: Eine "Rollrutsche" bauen und sich kullern lassen. Leider kommt die Schräge auf dem Bild nicht so gut rüber.






















Zum ersten Mal in diesem Winter haben wir gebrannte Mandeln gemacht und gegessen. Immer wieder lecker, aber auch ganz schön süß.






















Abends gab es Resteessen vom Raclettegrill. Gut gepfeffert!






















Der Sonntagmorgen startete dann wieder mit einem Buch. Diesmal durfte die Papa-Katz unserem kleinen Findus grüne Erbsen vorlesen. Seit den Pettersson-Hörspielen und -Büchern sind wir nämlich des Öfteren eine Katzenfamilie. 






















Üppiges und leckeres Sonntagsfrühstück gab es bei meiner Schwiegermutter, die auch meine Eltern geladen hatte. Leider wurde das Töchterchen zusehends schlapper und sah bald ziemlich krank aus. 






















So schlief sie denn auch auf dem Nachhauseweg im Kinderwagen ein. Immerhin der erste Mittagsschlaf in diesem Jahr.






















Die frische Luft tut gut beim Schlafen.























Anschließend wurde brav inhaliert. Begeisterung sieht aber anders aus.






















Trotz leicht erhöhter Temperatur ging es dann noch mal kurz raus zum Spielplatz. Frische Luft tut einfach gut, wenn man erkältet ist.






















Jetzt kochen wir noch gemeinsam und lassen den Abend ruhig bei Zwiebelsaft und Pariboy ausklingen. Eine tolle Vielfalt an Familienwochenenden in Bildern findet ihr wie immer bei Susanne von geborgen-wachsen.de. Und wie war euer Wochenende so? Seid ihr alle gesund und munter im neuen Jahr angekommen? Oder habt ihr auch ein paar Viren aus dem alten Jahr mitgeschleppt?

Eure Julia aus der guten Kinderstube



Donnerstag, 1. Januar 2015

Bedürfnisorientiertes Familienleben: achter Teil

Stillen in der guten Kinderstube



Wenn ich heute gefragt werde, warum ich meine Tochter noch immer stille, dann antworte ich ganz ehrlich: Weil es keinen Grund gab aufzuhören.

Wir genießen es beide und es hat uns über so viele schwierige Situationen geholfen, dass ich mir gar nicht vorstellen kann, wie wir diese in nicht absehbarer Zukunft ohne die gute "Busipt" lösen werden. Klar, kuscheln, trösten und Nähe fühlen kann man auch ohne Muttermilch. Aber bei Krankheit, schlechter Laune, Stress und Überdrehtheit ist das Stillen die Waffe schlechthin - für beide Seiten. Im Sinne der Bedürfnisorientiertheit bleiben wir also dabei bis sich ein Bedürfnis ändert.

Ein guter Start


Der Anfang unserer gemeinsamen Stillbeziehung war auch wirklich sehr einfach. Zwar hatte ich für ein paar Tage wunde Brustwarzen, doch sonst gab es nie Probleme. Als das Tochterkind geboren wurde, per Kaiserschnitt nach unzähligen Stunden Wehen, zeigte mir meine Hebamme im Kreißsaal einmal wie man das Baby im Liegen an die Brust anlegt. Gierig trank mein kleines Wunder "drei Brüste" wie die Hebamme es nannte. Wir verbanden uns sofort und es fiel uns von da an ganz leicht. Zum Glück, denn im Krankenhaus war die Hölle los und bis zum dritten Tag, an dem ich eigentlich nach Hause wollte, stillte ich ohne jegliche Unterstützung, allerdings auch ohne jegliches Dazwischenfunken durch fremde Hebammen oder Krankenschwestern. Lediglich eine ältere Krankenschwester versuchte mir am zweiten Tag einzureden, dass ein Stillabstand von vier Stunden möglichst nicht unterschritten werden sollte. Wieder einmal war ich froh, dass ich mir vorher mithilfe von Ratgebern eine eigene Meinung gebildet hatte.

Es pendelt sich ein


Ich stillte also nach Bedarf. Nach circa sechs Wochen verringerte sich die anfangs übermäßige Milchproduktion, meine Brust lief nicht mehr aus. Was war ich froh, keine BHs und Stilleinlagen mehr zu brauchen. Mein Tochterkind trank fünf Minuten, eine Brust und das klappte immer und überall - im Sitzen, Liegen, Stehen oder Gehen. Bis ich aufhören konnte, die Mahlzeiten zu dokumentieren dauerte es länger. Schließlich fragten alle (Arzt, Hebamme etc.) wie oft und wie lange meine Tochter trinken würde, also musste das ja wohl wichtig sein. Erst als eine Bekannte, Mutter zweier Kinder, mir lachend sagte, das ich mich jetzt aber wirklich mal entspannen könne, setze sich der Kontrolletti in mir zur Ruhe. Sollte ich noch ein Kind bekommen, lasse ich es gleich.

Schwierig fand ich allerdings zeitweise das Gefühl, durch mein Essen für die Bauchschmerzen meiner Tochter verantwortlich zu sein. Ich ließ viele Lebensmittel für einige Zeit weg und kam dann zum Glück irgendwann zu dem Ergebnis, dass es keinen Zusammenhang gab. Sowohl die Hebamme als auch der Kinderarzt waren ohnehin der Meinung, dass mein starker Milchspendereflex und ihre Art zu Trinken die Ursache war. Wir behandelten ihre Blähungen mit Kümmelzäpfchen und Lefax, was prima klappte.

Die Beikosteinführung


Nach einem halben Jahr starteten wir langsam mit der Beikost. Meine Tochter fand das sehr spannend und aß mal mehr und mal weniger, nie allerdings die in den Büchern geforderten Mengen für eine "zu ersetzende" Mahlzeit. (Warum auch sollte BEIkost eine Mahlzeit ersetzen?) Schließlich verweigerte sie den Brei mit 10 Monate völlig und bediente sich freudig vom Familientisch. Bis heute isst sie nichts mit breiiger Konsistenz. Abzustillen wäre damals nur mit dem Einsatz von Milchpulver möglich gewesen, was ich völlig unsinnig fand. Ich lernte, dass Muttermilch im kompletten ersten Lebensjahr das Hauptnahrungsmittel ist.


 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Umwelt


Ungefähr in dieser Zeit wurden die Fragen von außen häufiger und ungläubiger. "Was? Du stillst immer noch?", "Wie lange willst Du denn noch stillen?" Sicher waren diese Fragen nicht böse gemeint. Viele Blicke und Fragen kamen einfach daher, dass wir es in unserer Gesellschaft nicht mehr kennen. Kleine Babys werden gestillt, aber nach einem halben Jahr oder spätestens wenn das Baby mobil wird, hört "man" auf. Ich selbst hatte ja vorher nicht gedacht, dass ich so lange stillen würde und fand es ehrlich gesagt auch befremdlich. Waren das nicht alles bindungsgestörte Hippiemütter? Wurde ich jetzt auch so eine? Ja, auch ich denke in Schubladen. Ich arbeite daran.
Deshalb ließ ich mich eine Weile verunsichern, fühlte mich unwohl und überlegte, nicht mehr in der Öffentlichkeit zu stillen. Doch dann wurde mir klar, dass genau das dazu führen würde, dass das Stillen immer weiter als unnormal empfunden wird. Nur was man regelmäßig sieht, nimmt man als normal war, es wird zur Sehgewohnheit. Also reagierte ich sicherer und beantwortete alle Fragen freundlich. Wirklich kritisiert wurde ich nie.

Ich weiß, dass viele Menschen es noch immer seltsam oder sogar unangebracht finden, ein Kind mit über einem Jahr zu stillen. Auf Facebook wurde der Brief an meine Tochter sogar deshalb als "nicht ernstzunehmen" bezeichnet. Da bringt es auch wenig, mit Fakten und Zahlen aus der Evolutionslehre und anderen Ländern um sich zu werfen. Es ist in unserer Gesellschaft nun einmal so, dass wir es normal finden, überall gephotoshopte Frauen und Männer zu sehen, aber bei einem Kleinkind an einer Brust verwirrt oder gar abgestoßen sind. Ich stille nicht in der Öffentlichkeit um zu missionieren oder zu provozieren. Ich hoffe schlicht, dass es irgendwann wieder so normal ist, dass es gar keinem auffällt - gerade so als würde das Kind ein Fläschchen bekommen.

Leider habe ich keine schönen Bilder von meiner Tochter und mir beim Stillen, zumal ich nicht möchte, dass sie im Internet auf Bildern zu erkennen ist. Deshalb stammen die wunderschönen Bilder in diesem Artikel von Corinna vom Projekt StillLieben. Auch sie kämpft mit ihrer Arbeit für mehr Normalität für das Natürliche. Mit die Stillfotografie plädiert sie für mehr Toleranz und Akzeptanz der Stillbeziehung. Mehr Bilder findet ihr hier auf ihrer Facebookseite  und www.milano-fotodesign.de.

Eure Julia aus der guten Kinderstube